
Genau im Zentrum von Portugal, etwa zwanzig Kilometer vom Meer entfernt, zeigt sich die Stadt Coimbra den Touristen in all ihrer Schönheit. Coimbra ist eine alte Stadt: von den Römern gegründet, ist sie eines der wichtigsten Kulturzentren Europas geworden, als 1537 die Universität von Lissabon in seine Mauern umzog. Unter anderen Eigenheiten sind in Coimbra sechs Königs Portugals geboren.
Coimbra, 150.000 Einwohner, am Fluss Mondego, verdankt seine Bekanntheit und seinen Ruhm der Universität. Seit dem 16. Jahrhundert, als die Universität Lissabon nach Coimbra umzog, sorgen Studenten, Intellektuelle und Dozenten dafür, dass die Stadt eines der Herzen der europäischen Kultur geworden ist. Auch heute sind es zehntausende Studenten, die aus alles Teilen Portugals und des Kontinents, vor allem mit dem Erasmus-Programm, ankommen.
Coimbra ist auch für den Fado, den traditionellen nostalgischen und melancholischen Gesang, begleitet von der Guitarra portuguésa und der Viola do fado, bekannt. Der Fado ist ein Symbol dieser Stadt, die zwischen den Schotterstraßen und Locandas der Baixa, dem Stadtzentrum, oder auf Entdeckung der zahlreichen mittelalterlichen und aus der Renaissance stammenden Monumente, die sich über die Stadt verstreut finden, mitreißt.
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Ein weiteres Symbol von Coimbra sind die Repúblicas, die Studentenwohnungen. Von sehr altem Ursprung sind es Häuser mit günstigen Mieten. Die Repúblicas werden direkt von den Studenten verwaltet und sind eine Art zwanglose Gegend, wo kulturelle und soziale Aktivitäten, das Zusammenleben und die Freiheit glühen. Der Respekt für die Häuser ist derartig, dass zu Zeiten der Diktatur in Portugal (während der 50er Jahre bis 1975) die Polizei die Repúblicas nicht betreten durfte und sie als Unterschlupf für die Andersdenkenden dienten.
Coimbra ist eine Stadt in der man die Kultur atmet. Neben der Universität gibt es sehr viele Monumente, die Kathedralen und Kirchen, die historischen Zeitzeugen, gesammelt im Museu Nacional von Machado de Castro. In Coimbra haben der Vorbeizug der Araber mit der christlichen Wiedereroberung ihre Zeichen hinterlassen und die Paläste wie das Mosteiro de Santa Cruz und der Königspalast, die Joanina Bibliothek und die Capela de S. Miguel mit manuelinischen Türen nehmen in der Renaissance Leben an.
In der Baixa von Coimbra, dem historischen und kommerziellen Zentrum, bewundert man zwischen den Straßen Rua da Sofia und Rua Ferreira Borges herrliche Monumente, wie der Palast do Chiado und den Bogen von Almedina aus der arabischen Epoche, aber auch unzählige antike und moderne Buchhandlungen, die Geschäfte zum Shoppen, die des Handwerks und der Keramik. Eine Pflichtstation ist das Café de Santa Cruz, das von Studenten und freien Künstlern besucht wird.
Eines der Monumente, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist, ist die Kathedrale oder Sé Velha, ein romantisches Gebäude aus 1162 mit herrlichen Türen, Schiff und Kreuzgang. Außerhalb der Sé Velha gibt es enge Straßen, in denen es sehr angenehm ist spazieren zu gehen. Das Abend- und Nachtleben von Coimbra ist zwischen April und September, wenn das Klima milder ist, besonders lebhaft. Die besonders gut besuchten Orte sind in der Praca da Republica, dem zentralen Platz, hinter der Universität.
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